Die AG Ur-
und Frühgeschichte innerhalb der oberbergischen Abteilung des BGV (Darstellung
2002).
Rückblick auf
zurückliegende Arbeitsvorhaben
Erstes Projekt
der AG war die Sichtung und Klassifikation eines Teils der Sammlung
von Günter Kussnereit. In jahrelangen Begehungen hatte er in der Umgebung
von Nümbrecht eine große Anzahl von Fundstücken, wie z.B. Keramik und
Steinartefakte aufgesammelt und in Schloß Homburg deponiert. Die Ergebnisse
dieser Arbeit wurden in den Beiträgen zur Oberbergischen Geschichte
Band 6 unter dem Titel »Funde zur ur- und frühgeschichtlichen Besiedlung
des Homburger Landes« 1997 publiziert.
Zweites Projekt
war die Auflistung und Beschreibung aller eingetragenen Bodendenkmäler
im Oberbergischen Kreis. Die Ergebnisse dieser Arbeit wurden in den
Beiträgen zur Oberbergischen Geschichte Band 7 unter dem Titel
»Bodendenkmäler in den Städten und Gemeinden des oberbergischen Kreises«
2000 publiziert.
Zuletzt beschäftigte
sich ein Teil der AG mit bisher nicht eingetragenen Bodendenkmälern
wie Landwehren, Hohlwegen und Bergbaurelikten im ehemaligen »Dreiländereck«
der Herrschaften Berg, Homburg und Gimborn im Bereich der Hohen Warte-Kaltenbach/Engelskirchen-
Forst/Wiehl. Hier sollten die Zeugen unserer Vergangenheit in die Liste
der eingetragenen Bodendenkmäler mit aufgenommen werden, um sie so dauerhaft
vor Zerstörung zu schützen und für unsere Nachwelt zu erhalten. In diesem
Zusammenhang sind die Mitglieder der AG dankbar über Hinweise auf bisher
nicht bekannte Bodendenkmäler im Oberbergischen.
März 2002 wurde eine »Suchaktion« nach weiteren bisher
noch nicht bekannten Bodendenkmälern und anderen Zeugnissen unserer
Vergangenheit in den Wäldern des Oberbergischen durchgeführt.
Dabei sollten alle (auch Schüler und Schulklassen) aktiv mitmachen,
die ein besonderes Interesse an lebendiger Geschichte und am Erhalt
und am Schutz der »Zeugen unserer Vergangenheit« haben.
Gesucht wurden bisher noch nicht bekannte oder beachtete Hohlwege, Graben-
und Wallanlagen oder Landwehren ebenso wie etwaige Überreste der frühen
Industrialisierung, der Stein- und der Montanindustrie, Relikte aus
der Zeit des Nationalsozialismus und des Zweiten Weltkriegs usw..Folgende
Objekte , hieß es kommen für eine Erfassung in Frage: Wüstungen,
Schürfgruben und Schachtpingen, Stolleneingänge, Schlackenhalden, Wallanlagen,
Landwehren, Hohlwege, Karrengleise, Reste von Eisen- und Kleinbahntrassen,
Reste von Brecheranlagen und Verladerampen der Steinindustrie, Luftschutzbunker,
Flakstellungen, Panzersperren, Bombentrichter u.ä
Die aufgespürten Objekte sollten dann in Absprache fotographisch (digital)
dokumentiert, kurz beschrieben und kartiert werden.
Ansprechpartner:
Frank Gelhausen Dr.
Gummersbacher Str. 11
51766 Engelskirchen
Tel: 02263/5723
E-mail: Frank.Gelhausen@t-online.de
Nachtrag 2009: Fragen zu Themen der regionalen Bodendenkmalkunde werden
auch nach Auslaufen der AG gerne beantwortet unter obiger Kontaktadresse.
Frank Gelhausen
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Denkmalschutz
und Denkmalpflege
Bemühungen um Denkmalschutz
und Denkmalpflege gehören zu den in der Satzung verankerten Zielen
des Bergischen Geschichtsvereins. Einen Beitrag dazu hat die AG
»Ur- und Frühgeschichte« durch eine umfassende Dokumentation geleistet,
in der Bodendenkmäler beschrieben werden, die in aktuellen Denkmallisten
der 13 oberbergischen Kommunen enthalten sind. Eine graphisch verdichtete
Übersicht dazu wurde erstmals für die Jubiläumsausstellung 1999 erstellt
(vgl. Abbildung).