{"id":707,"date":"2013-04-09T21:54:45","date_gmt":"2013-04-09T19:54:45","guid":{"rendered":"http:\/\/bgv-oberberg.de\/wordpress\/?p=707"},"modified":"2017-01-26T10:33:07","modified_gmt":"2017-01-26T09:33:07","slug":"munzen-und-medaillen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bgv-oberberg.de\/?p=707","title":{"rendered":"M\u00fcnzen und Medaillen"},"content":{"rendered":"<p><strong>Kleine M\u00fcnzkunde des Oberbergischen<\/strong><\/p>\n<p><span style=\"line-height: 1.714285714; font-size: 1rem;\">Die Numismatik, die M\u00fcnzkunde, besch\u00e4ftigt sich, anders als ihr Name verr\u00e4t, mit mehr als nur den M\u00fcnzen. Zu ihr geh\u00f6ren auch das Papiergeld, Marken und die Medaillen. Sie alle spiegeln Geschichte, politische, soziale oder Wirtschaftsgeschichte. Somit ist die Numismatik zu Recht eine historische Hilfswissenschaft, die wichtige Aussagen machen kann. Diese beziehen sich sei es auf den Quellenwert der Objekte selbst , sei es auf ihre \u00dcberlieferung und Verbreitung. Die M\u00fcnzkunde erm\u00f6glicht damit zugleich vielf\u00e4ltige Aussagen \u00fcber das Wirtschaftsleben vergangener Zeiten.<br \/>\n<\/span><\/p>\n<p><strong>I M\u00fcnzen, die im hiesigen Raum und f\u00fcr ihn gepr\u00e4gt wurden.<\/strong><\/p>\n<p>Das Oberbergische als eine ehemals b\u00e4uerliche Region besa\u00df nur eine Stadt, in der im Mittelalter M\u00fcnzen gepr\u00e4gt wurden. Die meisten M\u00fcnzen strebten von au\u00dferhalb ins Land. Da das Land im wesentlichen dem Herzogtum Berg und der Grafschaft Mark zugeh\u00f6rig war, hat das wechselvolle Schicksal dieser Herrschaften auch bestimmt, welche M\u00fcnzen jeweils im Lande umliefen.<br \/>\nInsofern Silbergeld zugleich einen materiellen Wert als Ware besa\u00df, konnten durch den Handel daneben auch die W\u00e4hrungen gro\u00dfer finanzstarker Nachbarn einstr\u00f6men. So etwa aus der mittelalterlichen Reichs- und Hansestadt K\u00f6ln, wo Erzbischof und B\u00fcrgerschaft M\u00fcnzen pr\u00e4gten. Dies umso mehr, als der m\u00e4chtige Kirchenf\u00fcrst zahlreiche Au\u00dfenbesitzungen hatte, die mit seinem Geld versorgt wurden oder in seinem Namen selbst pr\u00e4gten. Eine dieser ausw\u00e4rtigen Pr\u00e4gest\u00e4tten war Wildberg, wo der lokale Silberbergbau das Rohmaterial lieferte.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.bgv-oberberg.de\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/wildbergnachwipperfmuenzort1275.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-708\" src=\"http:\/\/www.bgv-oberberg.de\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/wildbergnachwipperfmuenzort1275-300x218.jpg\" alt=\"wildbergnachwipperfmuenzort1275\" width=\"300\" height=\"218\" srcset=\"https:\/\/www.bgv-oberberg.de\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/wildbergnachwipperfmuenzort1275-300x218.jpg 300w, https:\/\/www.bgv-oberberg.de\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/wildbergnachwipperfmuenzort1275.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Die Wandlung von einer bisch\u00f6flichen Nebenm\u00fcnzst\u00e4tte zu einer M\u00fcnzst\u00e4tte der aufstrebenden Grafen von Berg ist ein komplizierter Weg, den es hier nicht im einzelnen darzustellen gilt. 1275 gestattete K\u00f6nig Rudolph I. dem Berger, die M\u00fcnzst\u00e4tte nach Wipperf\u00fcrth zu verlegen, wo der Graf dann diese im Handel gesch\u00e4tzten M\u00fcnzen nach dem Vorbild des K\u00f6lner Pfennigs pr\u00e4gte<\/p>\n<p>(vgl. Abb. 1: Urkunde U5 von 1275 , hrsg. von der Abteilung Oberberg des Berg. Geschichtsvereins ) . In Wipperf\u00fcrth bestand eine fr\u00fche Textilherstellung mit weitr\u00e4umigen Handelsbeziehungen im Rahmen der Hanse. Das brachte Geld ins Land , andererseits floss Geld ab an den Grundherrn oder die Kirche . Sofern Steuern und Abgaben \u00fcberhaupt in Geld und nicht in Naturalien erhoben wurden, denn im t\u00e4glichen Lebens des Mittelalters spielte die Geldwirtschaft noch eine bescheidene Rolle.<\/p>\n<p><strong>M\u00fcnzarten der damaligen Zeit<\/strong><\/p>\n<p>Der damalige Pfennig , auch Denar genannt, hatte einen gro\u00dfen Wert, nicht vergleichbar seinem heutigen Namensvetter. Es war festgelegt, dass 144 St\u00fcck ein festes Gewicht haben mussten, n\u00e4mlich das der &#8222;K\u00f6lner Mark&#8220; , die ungef\u00e4hr 233 gr. entsprach. Da die Pfennige in Handarbeit mit dem Hammer gepr\u00e4gt und die Bleche mit dem Hammer gegl\u00e4ttet wurden, konnte ihr Gewicht unterschiedlich ausfallen. Hauptsache war, dass 144 von ihnen das Sollgewicht aufbrachten, mochten im Einzelnen auch mal leichtere oder schwerere dabei sein .- Gr\u00f6\u00dferer Handel, wertvollere G\u00fcter verlangten mit der Zeit auch nach gr\u00f6\u00dferen Geldst\u00fccken, die dann auch in Form eines 12- Pfennigst\u00fcckes auf den Markt kamen. Diese waren die Gro\u00dfen , Grossi oder letztlich deutsch die Groschen. Und da sie sich von Frankreich aus verbreiteten, von der Stadt Tours, hie\u00dfen sie auch Tournose- Groschen oder Turnosen. Damit sind einige Nominale vorgestellt, die heute allerdings schwer zug\u00e4nglich sind. Wipperf\u00fcrth war eine kleine M\u00fcnzst\u00e4tte, die im wesentlichen das Umland bediente . Es ist also verst\u00e4ndlich, dass die Stadt im Jubil\u00e4umsjahr auf Traditionen hinwies , wie sie sonst keine der sp\u00e4ter entstandenen St\u00e4dte im oberbergischen Kreis vorweisen kann .<\/p>\n<p>1992 galt es 775 Jahre Stadtgeschichte zu feiern, was mit einem Sterling nach englischem Vorbild geschah, wie ihn Graf Adolf VIII. von Berg als 3- Pfennig M\u00fcnze einst dort ausgebracht. Die von Werner Breuer aus Wipperf\u00fcrth geschaffenen Medaillen ( Abb. 2 ) orientierten sich trotz gr\u00f6\u00dferer Schr\u00f6tlinge und Stempel an den genannten mittelalterlichen Vorbildern.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.bgv-oberberg.de\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/www.bgv-oberberg-1.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-709\" src=\"http:\/\/www.bgv-oberberg.de\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/www.bgv-oberberg-1.jpeg\" alt=\"www.bgv-oberberg-1\" width=\"185\" height=\"177\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/www.bgv-oberberg.de\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/www.bgv-oberberg.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-710\" src=\"http:\/\/www.bgv-oberberg.de\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/www.bgv-oberberg.jpeg\" alt=\"www.bgv-oberberg\" width=\"185\" height=\"185\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>II Weitere M\u00fcnzrechte<\/strong><\/p>\n<p>Das M\u00fcnzrecht \u2013 urspr\u00fcnglich ein K\u00f6nigsrecht- erwarben aber nicht nur Grafen und Herz\u00f6ge, sogenannte Altf\u00fcrsten oder hohe geistliche Herren. Auch kleineren Herren gelang es , dieses Privileg mit kaiserlicher Erlaubnis zu erringen, sei es f\u00fcr ihre Verdienste, sei es f\u00fcr viel Geld an die kaiserliche Kasse.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.bgv-oberberg.de\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/hochzeitstalerchromferdinandmz.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-711\" src=\"http:\/\/www.bgv-oberberg.de\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/hochzeitstalerchromferdinandmz.jpg\" alt=\"hochzeitstalerchromferdinandmz\" width=\"182\" height=\"184\" \/><\/a>Ein solcher Aufsteiger war Graf Adam von Schwarzenberg (1584-1641), der sich f\u00fcr seine Herrschaft Gimborn das M\u00fcnzrecht \u00fcbertragen lie\u00df, infolge der turbulenten Zeiten des 30j\u00e4hrigen Krieges aber nicht dazu kam es auszu\u00fcben. Er \u00fcbertrug es aber an seine Nachfolger, die F\u00fcrsten von Schwarzenberg. Sein Sohn Johann Adolf pr\u00e4gte dann auch 1682 das erste Goldst\u00fcck in der bis 1783 reichenden M\u00fcnzgeschichte seines souver\u00e4nen Hauses. Popul\u00e4r wurde in einer Nachpr\u00e4gung der so genannte Hochzeitstaler (Abb.3) des F\u00fcrsten Ferdinand von 1696, der den barocken F\u00fcrsten mit seiner Gemahlin Anna von Sulz zeigt. Wohlgemerkt , Gimborn -Neustadt war damals nur noch ein Splitter im Besitz dieser \u00f6sterreichischen Neuf\u00fcrsten.<\/p>\n<p><strong>III. Ausw\u00e4rtige St\u00fccke aus hiesigem Silber<\/strong><\/p>\n<p>Viel Beachtung bei Sammlern und Heimatforschern haben St\u00fccke gefunden, die laut Umschrift aus hiesigem Silber gepr\u00e4gt wurden, aber in einer entfernten M\u00fcnzst\u00e4tte des Landesherrn. Dies geschah unter Kurf\u00fcrst Carl Theodor von der Pfalz 1742-1799, der das Herzogtum J\u00fclich- Berg von seinen Neuburger Verwandten geerbt hatte. Die Residenz hatte er von D\u00fcsseldorf nach Mannheim verlegt, wo ebenfalls eine M\u00fcnzst\u00e4tte bestand. Von dort kennen wir aus den Jahren 1748-58 Taler und Gulden aus Feinsilber.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.bgv-oberberg.de\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/nachpraegungcarlthvdpfalz1000jahrereichshof1967.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-712\" src=\"http:\/\/www.bgv-oberberg.de\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/nachpraegungcarlthvdpfalz1000jahrereichshof1967.jpg\" alt=\"nachpraegungcarlthvdpfalz1000jahrereichshof1967\" width=\"185\" height=\"161\" \/><\/a>Diese sch\u00f6nen St\u00fccke gaben ebenfalls Anlass zu einer Nachpr\u00e4gung, die man auch als eine moderne Medaille bezeichnen darf, denn sie will das Original von 1756 nicht t\u00e4uschend nachahmen. 1967 veranlasste die Gemeinde Reichshof diese Pr\u00e4gung von 700 St\u00fcck zu ihrer 800-Jahrfeier. Der Rand ist scharfkantig und das Portr\u00e4t gr\u00f6ber, die Buchstaben gek\u00f6rnt. Die 3 ovalen Wappen von Pfalz- Bayern, Kleve Berg\/ Moers Bergen op Zoom, Veldenz, Sponheim , Ravensberg und ein Regalienschild in der Rokokokartusche unter dem Kurf\u00fcrstenhut sind ein Dokument der Politik und der Kunst zum Ausklang des alten dt. Reiches(Abb. 4). Der Kurf\u00fcrst aus dem Hause Sulzbach zeigt stolz, was er alles geerbt hat und worauf er Anspruch erhebt.<\/p>\n<p><strong>IV. Nach der Revolution neues Geld<\/strong><\/p>\n<p>Zu seinen Lebzeiten noch deutet sich von Frankreich her ein neues Zeitalter an. Revolution\u00e4re Truppen \u00fcberschreiten 1794 den Rhein , besetzen Teile des Herzogtums Berg und bringen als Besatzer ihr eigenes Geld in bisher unbekannter Form mit: als Geldscheine aus Papier, die sog. Assignaten, deren Wert in dem Vertrauen der B\u00fcrger ruhte, die an den neuen Staat und seine zukunftweisenden Errungenschaften glauben sollten ( Abb. 5) . Der innere Wert des Geldes war damit abgeschafft. Gutes altes Silbergeld floss nur noch als Kriegskontribution nach Frankreich. Wie gut das Silber jener sicher nicht allt\u00e4glichen Beutest\u00fccke war, erweist auch der Zusatz FEINSILB: d.h. wenigstens 990er.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.bgv-oberberg.de\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/assignat2mz.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-713\" src=\"http:\/\/www.bgv-oberberg.de\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/assignat2mz.jpg\" alt=\"assignat2mz\" width=\"185\" height=\"175\" \/><\/a>Vor den Franzosen zerstob auch der Kleinstaat des Reichsfreiherrn Johann Ludwig von Wallmoden- Gimborn (1736-1811), der die Reichsherrschaft Gimborn- Neustadt 1782 von den F\u00fcrsten von Schwarzenberg k\u00e4uflich erworben hatte. In seiner nur 24 Jahre w\u00e4hrenden Landesherrschaft lie\u00df er f\u00fcr sein kleines Land 1802 in Hannover auch M\u00fcnzen pr\u00e4gen : einen ganzen Taler, einen halben Taler, einen 24stel Taler und als Probe einen Dukaten (Abb. 6) Das Recht dazu hatte ihm 1784 Kaiser Joseph II. verliehen unter Bezugnahme auf eben dieses Recht, das Adam von Schwarzenberg 1638 von Kaiser Ferdinand III. erworben hatte.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.bgv-oberberg.de\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/monetagimbornensis1802.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-714 alignleft\" src=\"http:\/\/www.bgv-oberberg.de\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/monetagimbornensis1802.jpg\" alt=\"monetagimbornensis1802\" width=\"185\" height=\"175\" \/><\/a>1806 ging sein Land ebenso wie die Herrschaft Homburg im neu gegr\u00fcndeten Gro\u00dfherzogtum Berg auf, einem franz\u00f6sischen Satellitenstaat, den Kaiser Napoleon seinem Schwager Joachim Murat einrichtete. Der letzte j\u00fclich-bergische Herrscher aus dem Hause Wittelsbach Max Joseph zog sich zur\u00fcck und empfing in Bayern eine K\u00f6nigskrone aus der Hand Napoleons.<\/p>\n<p>Max Joseph hat seinem Land am Niederrhein auch numismatische Erinnerungen hinterlassen . Als Dokumente der ver\u00e4nderten Zeit sei der 3- St\u00fcber ausgew\u00e4hlt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Unter Carl Theodor hei\u00dft er \u201eG\u00fclich und Berg. Landm\u00fcnz\u201cund zeigt ein L\u00f6wenwappen unter Kurhut. Unter Max Joseph ist J\u00fclich schon an Frankreich abgetreten, also hei\u00dft es nur noch \u201e Bergische Landm\u00fcnz\u201c und auf der R\u00fcckseite erscheint das verschlungene* Doppelmonogrammm aus M und J im Kranz unter Krone. Fast nachahmend unter Murat hei\u00dft es \u201eBerg. und Clev. L.M\u201c: d.h. das linksrheinische, einst preu\u00dfische Kleve ist nun zu Berg hinzugekommen und im neuen Empire ist auch wieder Platz f\u00fcr eine Krone \u00fcber dem J im Kranz. Nur ist das Silber immer schlechter geworden, wie die v\u00f6llige Schwarzf\u00e4rbung* verr\u00e4t<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.bgv-oberberg.de\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/jueluberglandmuenz3stueberrvcarltheod.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-718\" src=\"http:\/\/www.bgv-oberberg.de\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/jueluberglandmuenz3stueberrvcarltheod-150x150.jpg\" alt=\"jueluberglandmuenz3stueberrvcarltheod\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/www.bgv-oberberg.de\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/bergischelandmuenzvon1805.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-717\" src=\"http:\/\/www.bgv-oberberg.de\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/bergischelandmuenzvon1805-150x150.jpg\" alt=\"bergischelandmuenzvon1805\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/www.bgv-oberberg.de\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/3stuebermuratrv.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-716\" src=\"http:\/\/www.bgv-oberberg.de\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/3stuebermuratrv-150x150.jpg\" alt=\"3stuebermuratrv\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/www.bgv-oberberg.de\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/3stuebermuratav.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-715\" src=\"http:\/\/www.bgv-oberberg.de\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/3stuebermuratav.jpg\" alt=\"3stuebermuratav\" width=\"185\" height=\"168\" \/><\/a><\/p>\n<p>(Abb. 7 und 8) . Das Land wird ausgebeutet , dient der Reserve! Mit dem Ende Napoleons 1815 ziehen die Preu\u00dfen ein und bringen in ihre Rheinprovinz auch ihr M\u00fcnzsystem mit. Das Geld kommt seither aus Berlin, wo mit dem M\u00fcnzbuchstaben A , von 1817-1848 auch aus D\u00fcsseldorf mit dem Buchstaben D. gepr\u00e4gt wird. Der Silbergroschen gilt im K\u00f6nigreich 12 Pfennige, 360 davon ergaben einen Taler. Gulden und Taler werden ab 1873 durch die Mark als W\u00e4hrungseinheit ersetzt. Da nun auch das Dezimalsystem gilt, hat der Groschen 10, die Mark 100 Pfennige.<br \/>\nV. Das 20.Jahrhundert<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.bgv-oberberg.de\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/lohnscheckhuelsenbuschkleinb300100mia231023.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-719\" src=\"http:\/\/www.bgv-oberberg.de\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/lohnscheckhuelsenbuschkleinb300100mia231023-300x164.jpg\" alt=\"lohnscheckhuelsenbuschkleinb300100mia231023\" width=\"300\" height=\"164\" srcset=\"https:\/\/www.bgv-oberberg.de\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/lohnscheckhuelsenbuschkleinb300100mia231023-300x164.jpg 300w, https:\/\/www.bgv-oberberg.de\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/lohnscheckhuelsenbuschkleinb300100mia231023.jpg 320w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Oberberg nimmt an der allgemeinen deutschen Geschichte teil, die Vereinheitlichung schreitet fort mit den H\u00f6hen und Tiefen des Deutschen Reiches. Ein Tiefstand ist die Notzeit im und nach dem ersten Weltkrieg, wo Not und Inflation noch einmal lokale W\u00e4hrungsmittel entstehen lassen. Dazu die 50 Pfennige Kriegsnotgeld 1917 der Stadt Gummersbach und die Inflationsscheine von 1923 aus der Region (Abb. 9). Der Rentenmark von 1923 folgt 1924 die Reichsmark und nach dem Krieg und einer weiteren W\u00e4hrungsreform 1948 die Deutsche Mark.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.bgv-oberberg.de\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/gedmuenze75jahremuseumschlosshomburg.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-720\" src=\"http:\/\/www.bgv-oberberg.de\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/gedmuenze75jahremuseumschlosshomburg-150x150.jpg\" alt=\"gedmuenze75jahremuseumschlosshomburg\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/www.bgv-oberberg.de\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/gedmuenzeheimatverein1100jahremorsbach1995.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-721\" src=\"http:\/\/www.bgv-oberberg.de\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/gedmuenzeheimatverein1100jahremorsbach1995.jpg\" alt=\"gedmuenzeheimatverein1100jahremorsbach1995\" width=\"185\" height=\"202\" \/><\/a>Aufw\u00e4rts geht es mit dem Wirtschaftswunder der Bundesrepublik. In der zunehmend prosperierenden Zeit finden sich auch Interessenten f\u00fcr Medaillen und manches Fest oder Jubil\u00e4um wird mit einer Medaille gefeiert, die den Anlass noch lange im Ged\u00e4chtnis bewahren soll. Da feiern Sparkassen, Museen, St\u00e4dte, Gemeinden und Vereine, nicht immer mit hohem k\u00fcnstlerischen Anspruch, aber mit historischen Portr\u00e4ts, Wappen oder Ansichten aus der Region (Abb. 10a-b). Nach der Einf\u00fchrung des Euro wird das voraussichtlich weitergehen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.bgv-oberberg.de\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/gedenkmuenzedrmarzinek.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-722\" src=\"http:\/\/www.bgv-oberberg.de\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/gedenkmuenzedrmarzinek-150x150.jpg\" alt=\"gedenkmuenzedrmarzinek\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>Die moderne Wiederbelebung der Medaille wurde und wird ma\u00dfgeblich gef\u00f6rdert durch die Deutsche Medaillengesellschaft, deren Vorsitzender Dr. Otto Marzinek (1913-86) einst von Gummersbach aus die Aktivit\u00e4ten lenkte. Sein Verm\u00e4chtnis ist heute im M\u00fcnzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin zu sehen (Abb.11).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>VI. Falsches Geld &#8211; ein Nebenschauplatz<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.bgv-oberberg.de\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/heckenmuenzehuissenrevrtalerzu20schilling.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-723\" src=\"http:\/\/www.bgv-oberberg.de\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/heckenmuenzehuissenrevrtalerzu20schilling-150x150.jpg\" alt=\"heckenmuenzehuissenrevrtalerzu20schilling\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>Es lohnt, abschlie\u00dfend auf einige numismatische Besonderheiten zu verweisen , n\u00e4mlich auf die beiden M\u00fcnzen, die Adam v. Schwarzenberg 1626 in der klevisch-brandenburgischen Enklave Huissen in den Niederlanden in einer sog. Heckenm\u00fcnze, einer versteckten illegalen M\u00fcnzst\u00e4tte, pr\u00e4gen lie\u00df. Sein Taler deklarierte sich als 20 Schillingst\u00fcck, die kleinere M\u00fcnze als 3 Schilling der Grafschaft Mark (Abb. 12). Eine niederl\u00e4ndische Strafexpedition machte dem Unwesen ein milit\u00e4risches Ende ( vgl. Bd . 5 der Beitr\u00e4ge zur Oberberg. Geschichte , S. 56 ff.).<\/p>\n<p>Noch versteckter ging es in der Heckenm\u00fcnze auf Schloss Homburg zu. Hier gefertigte unterwertiger Produkte erregten ebenfalls den Zorn der gr\u00f6\u00dferen Nachbarstaaten bzw. des Niederrheinisch- Westf\u00e4lischen Kreises , und es kam 1694 gleichfalls zu einer Strafexpedition mit Zerst\u00f6rung der Pr\u00e4gest\u00e4tte. ( s. E. Barthelemy, Beitr\u00e4ge zur Geschichte der Herrschaft Homburg an der Mark, S. 37 ff) A. R.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kleine M\u00fcnzkunde des Oberbergischen Die Numismatik, die M\u00fcnzkunde, besch\u00e4ftigt sich, anders als ihr Name verr\u00e4t, mit mehr als nur den M\u00fcnzen. Zu ihr geh\u00f6ren auch das Papiergeld, Marken und die Medaillen. Sie alle spiegeln Geschichte, politische, soziale oder Wirtschaftsgeschichte. Somit ist die Numismatik zu Recht eine historische Hilfswissenschaft, die wichtige Aussagen machen kann. Diese beziehen sich sei es auf den<span class=\"continue-reading\"> <a href=\"https:\/\/www.bgv-oberberg.de\/?p=707\">&#8230; weiterlesen<\/a><\/span><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":708,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[25,24],"tags":[],"class_list":["post-707","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-einfuhrungen","category-service"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.bgv-oberberg.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/707","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.bgv-oberberg.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.bgv-oberberg.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bgv-oberberg.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bgv-oberberg.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=707"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.bgv-oberberg.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/707\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3512,"href":"https:\/\/www.bgv-oberberg.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/707\/revisions\/3512"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bgv-oberberg.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/708"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.bgv-oberberg.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=707"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bgv-oberberg.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=707"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bgv-oberberg.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=707"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}