{"id":739,"date":"2013-04-09T22:23:28","date_gmt":"2013-04-09T20:23:28","guid":{"rendered":"http:\/\/bgv-oberberg.de\/wordpress\/?p=739"},"modified":"2015-01-19T19:56:28","modified_gmt":"2015-01-19T17:56:28","slug":"burgen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bgv-oberberg.de\/?p=739","title":{"rendered":"Burgen"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_740\" style=\"width: 160px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/www.bgv-oberberg.de\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/themen_homburg_kl.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-740\" class=\"size-thumbnail wp-image-740\" src=\"http:\/\/www.bgv-oberberg.de\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/themen_homburg_kl-150x120.jpg\" alt=\"Schloss Homburg\" width=\"150\" height=\"120\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-740\" class=\"wp-caption-text\">Schloss Homburg<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_741\" style=\"width: 160px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.bgv-oberberg.de\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/themen_windeck_ruine.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-741\" class=\"size-thumbnail wp-image-741\" src=\"http:\/\/www.bgv-oberberg.de\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/themen_windeck_ruine-150x120.jpg\" alt=\"Burg Windeck\" width=\"150\" height=\"120\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-741\" class=\"wp-caption-text\">Burg Windeck<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Schloss Homburg<\/strong><\/p>\n<p>Unweit des Ortes N\u00fcmbrecht, auf einer Anh\u00f6he inmitten von W\u00e4ldern liegt Schloss Homburg. Bei j\u00fcngsten Grabungen im Hof des Schlosses fand man \u00fcberraschend die Grundmauern eines rechteckigen Wohnturmes aus dem 9. Jahrhundert, der an der Zugangsseite mit Palisaden und Graben gesichert war. In unmittelbarer N\u00e4he dieser befestigten Wohnanlage entstand sp\u00e4ter eine kleine Burg, die im Lauf der Jahrhunderte weiter ausgebaut wurde.<\/p>\n<p>Die erste urkundliche Erw\u00e4hnung dieser H\u00f6henburg (daher der Name , von Hohe Burg gleich Homburg ), welche Nachfolgerin einer im Tal gelegenen Wasserburg der Sta\u00ebl von Holstein war, findet sich im Jahr 1276 ( vgl. Abdruck und \u00dcbersetzung auf Blatt U6 der Urkundensammlung des Berg. Geschichtsvereins, Abt. Oberberg ) Anlass war die \u00dcbertragung der Burg durch Gottfried I.. von Sayn an den deutschen K\u00f6nig Rudolf von Habsburg , von dem. er sie anschlie\u00dfend als Erblehen zur\u00fcck erhielt. Dadurch wurde die Herrschaft Homburg &#8222;reichsunmittelbar&#8220;&#8218; und stand somit unter dem Schutz des K\u00f6nigs .<\/p>\n<p>Nach dem Tode Gottfried I und noch zu Lebzeiten seiner Gemahlin Jutta fiel die Herrschaft an zwei Bruderlinien, n\u00e4mlich die der Grafen von Sayn ( die sog. Johann-Linie) und die von Sayn \u2013Wittgenstein (die sog. Engelbert Linie) .Die Doppelherrschaft endete erst 1605 , als Sayn-Wittgenstein- Berleburg in den alleinigen Besitz geriet. Im Jahre 1635 begr\u00fcndete Graf Ernst von Sayn \u2013 Wittgenstein- Homburg eine Eigendynastie . Diese erlosch allerdings nach dem fr\u00fchen Tod des letzten F\u00fcrsten Friedrich Carl im Jahr 1743, woraufhin der Besitz an Berleburg zur\u00fcckfiel.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der hundert Jahre der Eigendynastie erfolgte der Umbau der Burg zu einem imposanten Barockschloss. Im 19. Jahrhundert verfiel dieses prachtvolle Schloss, T\u00fcrme, Mauern und ein Teil der Geb\u00e4ude st\u00fcrzten ein und hinterlie\u00dfen wenig mehr als eine romantische Ruine.<\/p>\n<p>F\u00fcrst Richard zu Sayn &#8211; Wittgenstein liess 1904 die restlichen Geb\u00e4ude vor weiterem Verfall sichern. Nach dem 1. Weltkrieg wurde in einem Teil der Baulichkeiten ein Heimatmuseum eingerichtet. Die Geb\u00e4ude wurden 1965 von Grund auf restauriert. 1970 kaufte der Oberbergische Kreis vom F\u00fcrsten das Schloss und seine Umlage. K.W.<\/p>\n<p>Im Zuge der im Sommer 2014 abgeschlossenen neuesten Erweiterung und Neupositionierung wurde das Schloss um ein weiteres Kapitel bereichert. Es erhielt einen Erweiterungsbau mit einem v\u00f6llig neu gestalteten repr\u00e4sentativen Foyer, neuen lichten Ausstellungsr\u00e4umen und dem Forum als modernem Ort f\u00fcr \u201eKultur im Dialog\u201c. Komplettiert wird die Anlage durch das an einen Irrgarten angelehnte Rasenlabyrinth vor dem Landschaftshaus. So bildet das Ensemble den idealen Rahmen f\u00fcr Kulturerlebnisse im Gr\u00fcnen unweit der Metropolen an Rhein und Ruhr. (Der Homepage von Schoss Homburg entnommen.)<\/p>\n<p><strong>Burg Windeck<\/strong><\/p>\n<p>von Dr. Daniel Pruss<\/p>\n<p><strong>Zur Geschichte der Burg<\/strong><\/p>\n<p>Die Wehranlage war im 12. Jahrhundert im Besitz der Kunigunde von Bielstein, deren Tochter Hedwig von Gundensberg, verheiratet mit dem hessisch-th\u00fcringischen Landgrafen Ludwig , die Burg erbte. Ihr Sohn, Graf Heinrich Raspo der J\u00fcngere ( von Th\u00fcringen ), belehnte Windeck an Engelbert von Berg.. Die Lehenbedingungen wurden am 24. Februar 1174 von Kaiser Friedrich I. zu Aachen urkundlich best\u00e4tigt. In dieser Urkunde erscheint erstmals der Name der Burg in Windeck &#8211; \u201ecastrum novum in windeke\u201c.<\/p>\n<p>Kurz danach 1188 erwarb der K\u00f6lner Erzbischof Philipp von Heinsberg die Burg, die er dem Grafen Dietrich von Landsberg \u00fcbergab. Im 13. Jahrhundert entstanden Besitzstreitigkeiten zwischen den hier konkurrierenden Adelsgeschlechtern von Sayn, von Th\u00fcringen und Brabant und den Erzbischof von K\u00f6ln. Nach mehrfachem Besitzwechsel kam die Burg 1247 an Adolf von Berg und wurde zum s\u00fcd\u00f6stlichen St\u00fctzpunkt der Grafschaft und des sp\u00e4teren Herzogtums Berg . In der 2. H\u00e4lfte des 14. Jahrhunderts wurde die Burg der Verwaltung- und Gerichtssitz des bergischen Amtes Windeck bis zur Verlegung der Amtsverwaltung nach Denklingen 1672 nach Zerst\u00f6rung der Wehranlage. Amtm\u00e4nner von Windeck waren von 1431 bis 1663 mit jeweils kurzen Unterbrechungen Mitglieder des Hauses Nesselrode zu Ehreshoven.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend des 30 j\u00e4hrigen Krieges wurde die Burg mehrfach belagert, 1646 von Schweden und Hessen mit schweren Kanonen beschossen und besetzt.1647 wurde die Festung durch kaiserliche Armee belegt und 1648 &#8211; um einen nochmaligen Besitzwechsel unm\u00f6glich zu machen &#8211; durch gezielte Sprengungen schwer besch\u00e4digt. Schlie\u00dflich 1672 zerst\u00f6rten franz\u00f6sische Truppen die noch stehenden Nebengeb\u00e4ude. Seitdem kam die Burg in Verfall und diente fortan als Steinbruch.<\/p>\n<p>1815 wurde die Burgruine und der dazugeh\u00f6rige Besitz preu\u00dfische Dom\u00e4ne (Staatsgut) .1852 kaufte den Burgberg der Landrat Danzier von M\u00fclheim und errichtete auf der Ruinen eine Villa im Stil des Historismus, die 1945 zerst\u00f6rt und sp\u00e4ter bis auf die Fundamente abgerissen wurde.<\/p>\n<p>Um die Burgruine vor weiterem Verfall zu retten, erwarb der Siegkreis 1961 das Baudenkmal und lie\u00df Teile der Hauptburg restaurieren.. Seit 1987 werden vom Rhein-Sieg-Kreis mit Unterst\u00fctzung der Gemeinde Windeck arch\u00e4ologische Grabungen und umfangreiche Restaurierungsma\u00dfnahmen an der Ruine Burg Windeck durchgef\u00fchrt.<\/p>\n<p><strong>Lage der Ruine Burg Windeck<\/strong><\/p>\n<p>Die Burganlage in Altwindeck, Gemeinde Windeck, von der heute nur noch die Ruine erhalten ist, liegt in etwa 220 Meter H\u00f6he \u00fcber NN oberhalb eines steilen Prallhanges der Sieg auf einem Felsr\u00fccken, der im S\u00fcdosten von einem heute abgeschnittenen Siegm\u00e4ander, im Nordwesten durch den Windecker Bach begrenzt wird. Auf der h\u00f6chsten Stelle dieses Bergr\u00fcckens ist der Bergfried erbaut worden. Auf den steilen Flanken tritt devonischer Fels der Wahnbachschichten zu Tage. Sein Gestein (Grauwacke) bot das meiste Baumaterial f\u00fcr die Burg.<\/p>\n<p><strong>Baugeschichte<\/strong><\/p>\n<p>Uber die Baugeschichte dieser Burg ist in Urkunden und Akten sehr wenig \u00fcberliefert. 21.02.1174 Burg Windeck, zum erstenmal in einer Kaiserurkunde erw\u00e4hnt, ist sicherlich \u00e4lter, als dieses Datum aussagt. In dieser Urkunde ist von einem alten und von einem neuen \u00bbcastrum\u00ab (Burg) in Windeck die Rede. In der Forschung herrscht Ubereinstimmung dar\u00fcber, dass dieser Bau das neue \u00bbcastrum\u00ab ist und die auf dem Sporn dieses Berges (ca. 300 m entfernt) entdeckten Uberreste einer Motte (Burgh\u00fcgelanlage) Standort des alten \u00bbcastrum\u00ab ist. Diese Motte ist noch nicht erforscht.<\/p>\n<p>Aus den 30er und 40er Jahren des 15.Jhs. sowie aus der Zeit gegen Ende des Jahrhunderts ist \u00fcberliefert, dass Geldmittel f\u00fcr bedeutende bauliche Ver\u00e4nderungen bereitgestellt worden sind. Die Bauten sind nicht n\u00e4her spezifiziert. Man datiert heute Teile des Bergfrieds mit dem Treppenturm und den Palas in diese Zeit.<\/p>\n<p><strong>Arch\u00e4ologische Grabung<\/strong><\/p>\n<p>Im Zuge der Freilegung und wissenschaftlichen Untersuchung der alten Bausubstanz wurde festgestellt, dass nahezu das gesamte Burggel\u00e4nde mit einer bis zu 6 m starken Schicht verst\u00fcrzten und verschwemmten Materials bedeckt ist. Im Inneren der Kernburg wurden die Untersuchungen zun\u00e4chst auf das Plateau konzentriert. Es wurden zwei Grabungsschnitte senkrecht zur Palaswand angelegt; sp\u00e4ter wurden sie erweitert.<\/p>\n<p>In den Schutthalden vor dem Burgbering wurden Hangschnitte senkrecht zur Umfassungsmauer gezogen, durch welche die \u00e4u\u00dfere Begrenzung der Kernburg freigelegt und fundhaltige Kulturschichten festgestellt werden konnten. In der zweiten Grabungskampagne 1988 konnten der Bergfried und seine sehr stark ausgebaute Angriffseite und der Bereich der Burgkapelle bis zum Plattenfu\u00dfboden ausgegraben werden. Weitere umfangreiche Fl\u00e4chengrabungen erfolgten in der Vorburg, auf dem Burgweg von NO und im s\u00fcdlichen Zwinger. Zur Zeit werden die arch\u00e4ologischen Untersuchungen im Bereich des Schalenturmes im westlichen Zwinger durchgef\u00fchrt.<\/p>\n<p>In den Jahren 1992 und 1993 wurde die gro\u00dfe s\u00fcd\u00f6stliche Ringmauer gesichert. Im Zuge der Grabungen wurden folgende Burgteile entdeckt:<\/p>\n<p>&#8211; Plateaumauer mit St\u00fctzpfeilern, 28 m lang und 4 m hoch<br \/>\n&#8211; Brunnenschacht auf dem Plateau<br \/>\n&#8211; Vorratsraum auf dem Plateau<br \/>\n&#8211; Geb\u00e4udefundamente unter der Palaswand<br \/>\n&#8211; s\u00fcdlicher Burgbering mit dem Rest der alten Schildmauer und einem Strebepfeiler<br \/>\n&#8211; s\u00fcdliche Umfassungsmauer mit Schie\u00dfscharten<br \/>\n&#8211; Wehrgang und Wehrplattform am Bergfried<br \/>\n&#8211; Burgkapelle mit Plattenboden<br \/>\n&#8211; Torfundamente im Burgweg<br \/>\n&#8211; Mauerkrone und Innenschale der ca. 65 m langen, stark<br \/>\n&#8211; besch\u00e4digten Umfassungsmauer<br \/>\n&#8211; mittelalterliches Pflaster im Aufgang zur Kernburg<\/p>\n<p>F\u00fcr die Datierung der Burg und f\u00fcr Erkenntnisse \u00fcber das Leben der Burgbewohner sind die Kleinfunde von besonderem Wert. Die Grabung erbrachte umfangreiche Keramik-, Metall- und Werksteinfunde:<\/p>\n<p><strong>Konservierung der Ruine<\/strong><\/p>\n<p>Ziel der Konservierung der Burg Windeck ist die Bewahrung der noch vorhandenen Bausubstanz, die Schaffung eines Gesamtbildes sowie die Erschlie\u00dfung des Baudenkmals f\u00fcr die historisch interessierten Besucher der Burganlage.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; Schloss Homburg Unweit des Ortes N\u00fcmbrecht, auf einer Anh\u00f6he inmitten von W\u00e4ldern liegt Schloss Homburg. Bei j\u00fcngsten Grabungen im Hof des Schlosses fand man \u00fcberraschend die Grundmauern eines rechteckigen Wohnturmes aus dem 9. Jahrhundert, der an der Zugangsseite mit Palisaden und Graben gesichert war. 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