Die Oberbergische Abteilung besuchte in diesem Jahr, das auch dem Gedenken an den Ausbruch des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren gewidmet ist, die Schlachtfelder an der Maas. Dabei begann die Reise im belgischen Dinant, wo die Stadt von einer alten Festung überragt wird, wo sich Franzosen und Deutsche schon früh auf der unterhalb gelegenen Maasbrücke begegneten.
Für die neutralen Belgier, die unvorbereitet waren, ein schmerzlicher Beginn, dem viele Zivilisten zum Opfer fielen. Daran erinnerte auch eine Gedenkstunde und Denkmalseinweihung, die genau jetzt an die hundertjährige Wiederkehr erinnerte. Die Reisegruppe konnte aus der Distanz die Zeremonie beobachten, zu der auch der belgische König eingetroffen war. Die Stadt war weitläufig in den Nationalfarben geschmückt.
Sowohl in der alten Festung als auch durch den Stadtrundgang erfuhr die Gruppe mehr vom Königreich Belgien, aber auch dem schwierigen Verhältnis zwischen den ungleichen Nachbarn, das sich heute in einem vereinten Europa weitgehend entspannt hat.
Der gleiche Tenor wurde auch angeschlagen bei den Besuchen des folgenden Tages auf den französischen Schlachtfeldern und Gedenkstätten an der Maas und um Verdun. Als Geschichtsfreunde beobachteten wir aber nicht nur die Geschichte des 20. Jahrhunderts, sondern griffen weit in die Vergangenheit zurück, als Karl der Große, der Vater Europas, über das ganze Land herrschte, das erst unter seinen Enkeln zum Streitobjekt für Jahrhunderte wurde. In der jüngeren Vergangenheit hat sich aber gerade hier das Engagement für den europäischen Gedanken konkretisiert, die Erfahrungen der Weltkriege haben das Gefühl vom gemeinsamen Haus Europa entstehen und nationale Überheblichkeit schwinden lassen.
Vor den Abertausenden Gefallenen wird diese Erkenntnis zwingend, die auch von den Reiseteilnehmern geteilt wurde. Mit vielen bewegenden Eindrücken ging es an die Rückreise über Luxemburg, wo noch das traditionelle Quiz startete zur Auffrischung des Erlebten und Gesehenen. Marcus Dräger hatte die Reise organisiert, nach 11 Jahren wieder einmal eine 2-Tagesfahrt, es soll aber für die Zukunft nicht die letzte gewesen sein. A. R.
- BGV-Mitglieder beim Mittagstischim Klosterhof
- Dinant – Leffe-Bier – Spezialität des Hauses
- Dinant – Führung im Fort
- Dinant – Monument zum Gedenken an die Toten vom 23.8.1914
- Dinant – Monument zum Gedenken an die Toten vom 23.8.1914
- Dinant – Monument zum Gedenken an die Toten vom 23.8.1914
- Dinant-Altstadt, Ausstellung zu Europa im Rathaus „Zwei große Europäer“
- Festung in Dinant – nachgebildeter Schützengraben
- Verdun – Maasufer und Katherale Notre Dame
- Verdun, Maas Kathedrale, Krypta
- Verdun an der Maas, Kreuzgang der Kathedrale, BGV-Mitglieder
- Verdun an der Maas, Kreuzgang der Kathedrale
- Verdun an der Maas, romanisches Tor der Kathedrale
- Verdun an der Maas, Krypta der Kathedrale, neue Kapitelle nach Zerstörung
- Verdun an der Maas, Siegesdenkmal
- Verdun an der Maas, Stadttor
- Ossarium von Douaumont
- Verdun an der Maas, Kriegerdenkmal 1914-1918
- Fort Douaumont – Hoffnung Europa
- Fort Douaumont – Geschützturm von oben
- Fort Douaumont – Gedenkstätte für deutsche Soldaten hinter der Mauer
- Kampflinien an der Maas-Tafel im Fort
- Fort Douaumont
- BGV-Mitglieder vor dem Oassarium von Douaumont
- Dinant – Niederländische Festung
Fotos. Dr. Anna Rothkopf




























